VR Group – GRI G4 Wesentlichkeitsanalyse und Stakeholder-Dialog

Die VR Group (Logistik/Train) entschied sich, die wesentlichen Themen der CSR-Arbeit auf den letzten Stand zu bringen, Neuerungen und  Innovationen zu berücksichtigen, sowie das Reporting deutlicher an die GRI G4 -Richtlinien anzupassen. Die G4-Richtlinien legen dabei ein besonderes Augenmerk auf eine stakeholdereinbeziehende Wesentlichkeitsanalyse und als besondere Leitlinien werden „Systematik, Dokumentation und Transparenz“ genannt.

Dabei erwies sich aufgrund der breiten Kontaktfläche der VR Group mit Stakeholdern die Kombination aus Transparenz und Systematik als eine besondere Herausforderung. Für Kontaktkanäle ist auch zu berücksichtigen, dass sich in sozialen Medien häufig auf Details fokussiert wird, Foren teilweise nicht offen sind und „numerische“ Befragungen Daten erzeugen, die für Innovationen und Neuentwicklungen schwierig zu nutzen sind.        

Wie konnte die VR Group das Thema also am besten angehen?

Das VR Group-Motto ”Gemeinsam Reisen” ist auch ein Versprechen an die Kunden.  Die VR Group lud deshalb die Stakeholder auf die gemeinsame Reise ein, zusammen ein noch verantwortlicheres Handeln zu entwickeln. So wurden Unternehmensverantwortung und Strategie von Anfang an eng gekoppelt.

Um die Meinungen und Ideen der Stakeholder-Gruppen effizient zu erfassen, wurde ein webgestütztes Brainstorming durchgeführt. Den Teilnehmern wurde dort die Möglichkeit der offenen Ideengestaltung und der Bewertung und Kommentierung der Ideen der Anderen angeboten. So hat man den Fokus vom Messen durchgeführter Aktionen zum Entwickeln neuer Wege verlagert.

Die aktive Mitgestaltung der Stakeholder-Gruppen in der Wesentlichkeitsanalyse

Das Herausarbeiten der wesentlichsten Themen geschah in zwei Phasen. In der ersten Phase des Stakeholder-Dialoges wurde Crowdsourcing als Input-Methodik verwendet und die Teilnehmer bewerteten im Prozess auch die Ideen der Anderen. Nach der Priorisierung durch die Teilnehmer hat Fountain Park dann anhand des Datenmaterials eine breite, qualitative Analyse durchgeführt. Als Ergebnis wurden die Ansichten der Stakeholder-Gruppen hinsichtlich der Hauptthemen und Entwicklungspotentiale des unternehmerischen Handelns der VR Group zusammengefasst.

Führungsbeteiligung von Anfang an

Ein maßgeblicher Teil der Wesentlichkeitsanalyse ist auch die eigene Sicht des Unternehmens. Deshalb war die Geschäftsführung der VR Group von Anfang an aktiv am Projekt beteiligt. So dienten die Analysen des Geschäftsumfeldes und Benchmarkings als Arbeitsgrundlage für die durch die Unternehmensleitung initiierten Workshops. In den Workshops wurden die Einflüsse der von den Stakeholdern eingebrachten Themen auf die Geschäftsbereiche analysiert und die fürs Geschäft der VR Group wesentlichen Themen definiert. Es wurde sichergestellt, dass die Handlungsfelder mit geeigneten Mitteln messbar gemacht und verfolgt werden können.

„Was man nicht messen kann, kann man nicht lenken“ ist ein hier gut anwendbares Zitat. Als Ergebnis der Arbeit entstand auch ein Konzept für die Gestaltung des Reports der Unternehmensverantwortlichkeit gemäß der GRI G4-Richtlinien.

„Der Stakeholder-Dialog war eine interessante und effiziente Art, die Ansichten und Ideen einer breiten Gruppe für das Entwickeln unserer Verantwortlichkeitsarbeit zu erhalten. Die Ergebnisse des Projektes sind die Grundlage für die weitere Entwicklung, sowohl unserer CSR-Arbeit als auch unseres CSR-Reportings“ erzählt Tuija Säynätjoki, Umweltschefin der VR Group.

Durch das Erkennen und Priorisieren der wesentlichen Themen verantwortlichen Handelns, können diese als Teil der VR Group-Strategie und in der alltäglichen Arbeit,  bzw. in Entscheidungen berücksichtigt werden.

1 400 Teilnehmer haben mit eigener Wortwahl 1 600 Ideen und Bewertungen geliefert. Die VR Group hat eine Road-Map für das GRI G4 -Reporting erstellt und berichtet über die Ergebnisse des Dialoges auf der Homepage.

Weitere Infos: Roland Steenblock

 

 

 

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