Corporate Social Responsibility: Systematische und gut dokumentierte Stakeholder Dialoge – welchen Nutzen hat das?

Die Durchführung von Stakeholder Dialogen ist bei den meisten Unternehmen oder Organisationen bereits auf der Agenda und nichts Neues. Dialoge sind etwas, das in irgendeiner Form jeden Tag in Unternehmen angewandt wird. Die meisten Unternehmen denken, dass sie die Meinung ihrer wesentlichen Stakeholder gut verstehen. Und wir glauben, dass dies richtig ist.

Warum sollte man also Zeit investieren, auf neuen Wegen oder ergänzend etwas zu tun, was bisher gut funktioniert hat?

Es gibt einen steigenden Druck auf Unternehmen, ein strategisches und systematischeres Herangehen an Corporate Responsibility  zu entwickeln und umzusetzen. Die Zeiten, in denen Corporate Responsibility eine separate, isolierte Aktivität darstellte, sind definitiv vorüber. Heute ist CSR in den meisten Industrien untrennbar mit der Geschäftsentwicklung verknüpft.

Den wachsenden Fokus auf CSR kann man auch an den neueren Reporting Richtlinien des GRI G4 und des integrierten Berichtswesens oder anderer Reporting Systeme ablesen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Herausstellung der Wesentlichkeit von Themen und der Einbindung der Stakeholder in die Prozesse. Dies ist nichts wesentlich Neues, da diese Anforderung bereits in der früheren Version der GRI- Richtlinien vorhanden war. Ergänzt werden diese aber nun um die Erwartung, dass die Involvierung der Stakeholder systematisch und gut dokumentiert zu erfolgen hat.

Die Welt um uns herum ändert sich mit steigendem Tempo. Das gleiche gilt für die Art und Weise, wie Menschen denken und handeln. In den meisten Branchen ist es einfach nicht mehr ausreichend, sich nur auf die Erfahrung zu verlassen. Unternehmen müssen ihre Wahrnehmung laufend daraufhin aktualisieren, wie sich Verhalten und Denkmuster entwickeln und diese sich geographisch und nach Anspruchsgruppen unterscheiden.
Einen besonderen Wert stellt dabei das frühzeitige Auffangen sich anbahnender wesentlicher, disruptiver Änderungen (sogenannter schwacher Signale) dar. Dies versetzt Unternehmen in die Lage, sich wesentliche Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten.

Heutige Technologien erlauben Unternehmen einen Prozess zu gestalten, in dem ein systematischer Dialog mit global verteilten Stakeholdern durchgeführt und dabei noch jeder eingebunden werden kann.

Trotzdem gilt es einige wesentliche Fragestellungen  in der Planung eines Stakeholder-Dialogs zu klären:

  • Wie und wo erreichen Sie Ihre Stakeholder am besten und welche Botschaft wollen Sie vermitteln? Warum sollten die Stakeholder mit Ihnen in den Dialog treten?
  • Die Welt quillt über vor Informationen. Was erwarten Sie als Dialogbeitrag von Ihren Stakeholdern und wie werten Sie die Information ergebnisorientiert aus?
  • Was werden Sie mit den Informationen unternehmen? Welches sind die Prozesse, für die Sie die Informationen benötigen? Wer sollte eingebunden sein, wer kann auf der Basis der Ergebnisse für eine Umsetzung sorgen?

In der heutigen Geschäftsumgebung ist es möglich und empfohlen einen systematischen und gut dokumentierten Prozess für den Stakeholder Dialog zu implementieren. Nicht weil die rechtlichen Reporting-Rahmenbedingungen es so wollen, sondern weil es gut für das Geschäft ist.

Häufig ist jedoch das Berichtswesen zeitlich rückwärts gerichtet. Die besondere Chance eines guten  CSR/Nachhaltigkeitsmanagements steckt allerdings in einer proaktiven, die Zukunft  antizipierenden  Ausrichtung.

Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung, sprechen Sie uns an: Roland Steenblock

Roland Steenblock

Roland leitet die deutsche Fountain Park Executive Consulting und ist mit seiner Erfahrung in Unternehmensführung und operativen Bereichen als kompetenter Beratungspartner für den deutschsprachigen Markt verantwortlich.

„Als Unternehmer glaube ich daran, dass die Zukunft exzellenter Leadership durch einen kontinuierlichen Dialog mit allen Stakeholdern und deren aktiver Einbindung geprägt sein wird.“

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