Kluge Führung und Strategiearbeit mittels partizipativer Dialoge

Die bestmögliche Strategie ist ein zielgerichtetes Navigieren in einem sich ständig verändernden Umfeld. Grundlegende Erwartungen müssen überprüft, neue Gefahren und Chancen ständig aktualisiert werden. Klassische Bottom-up-Ansätze als Verdichtung von Einzelinformationen oder eine reine Top-down-Strategie aus dem obersten Management haben sich schon lange als unzureichend erwiesen. Partizipative Strategiearbeit vermittelt den Mitarbeitern nicht nur eine moderne Führungsauffassung, sondern sie liefert im Gegenzug die verdichteten Informationen, die eine erfolgreiche Strategie und das Mitnehmen aller Mitarbeiter erst möglich machen.

Strategiearbeit kann man mit einer Reise vergleichen: Bekannte Landmarken, aber auch neue Aussichten und unerwartete Hindernisse. Planung, Durchführung und laufende Bewertung sind unerlässlich. Strategie bedeutet für ein Unternehmen die Verwendung einer gemeinsamen Landkarte mit einer begrenzten Gültigkeit. Regelmäßige Aktualisierung ist dabei genauso wichtig wie das richtige Lesen der Landkarte und das Verständnis über das gemeinsame Reiseziel.

Der Nutzen von Rückmeldungen der Reisenden in dieser Landkarte leuchtet jedem ein. Vorschläge zur Verbesserung der Infrastruktur und Änderungen können direkt erfasst und in die Landkarte bzw. Strategie einfließen.

Das Wissen um die bestmögliche Strategie liegt aber nicht allein bei der Unternehmensführung. Es ist sogar die Aufgabe der Führungskräfte, die wichtigsten Stakeholder-Gruppen – besonders die Mitarbeiter – mit in die verschiedenen Phasen der Strategiearbeit einzubinden und kollaborative Prozesse zu ermöglichen.

Eine gute Unternehmensführung arbeitet vorausschauend und beteiligend

Die zwei zentralen Themen der Strategiearbeit sind Proaktivität und Beteiligung.

Eine systematische Bewertung von Zukunft-Trends und die gezielte Auseinandersetzung damit setzt Sensibilität und Stamina voraus.  Sensibilität hilft bei der Wahrnehmung neuer Trends, das Durchhaltevermögen braucht man beim Umbau existenter Prozesse und Denkmuster sowie deren nachhaltiger Implementierung. Und… es geht hier nicht um einen einmaligen Vorgang.

Das Ziel der Beteiligung ist u.a. diese zu ermöglichen: die Chance sich einzubringen, sich als Teil von etwas zu verstehen und gemeinsam an der bestmöglichen Ausrichtung zu arbeiten. Es wäre eine Verschwendung der Ressourcen zu denken, dass vorausschauende Strategiearbeit nur die Aufgabe der Führung wäre.

Menschen möchten grundsätzlich mitwirken. Die Einbindung der Menschen gelingt durch die Zusammenarbeit und ganz besonders durch gemeinsames Überlegen und Gestalten.

Ein Unternehmen, das den Wert und die Bedeutung beteiligender Strategiearbeit verstanden hat und diese erfolgreich durchführt, verschafft sich klare Wettbewerbsvorteile. Obwohl man massive Einflüsse von außen und innen nicht immer vermeiden kann, ist die mitreisende Organisation besser in der Lage, kritischen Phasen zu begegnen und aktiv gegenzusteuern.

Strategiearbeit und Alltag

Wenn man Strategien implementiert, erscheinen Alltagsroutinen und -zwänge oft als kaum zu überwindende Hindernisse. Dabei sind die nachfolgenden Aspekte symptomatisch für Implementierungsprozesse – strategische Notwendigkeiten und die Alltagsthemen der Beteiligten sowie die Diskrepanz zwischen der Welt der Führungskräfte und der der Mitarbeiter.

Mit einem partizipativen Dialog können die meisten Fallstricke vermieden werden. Wir haben vier Bereiche definiert, in denen die Einbeziehung der Mitarbeiter und ggf. weiterer Stakeholder-Gruppen die Strategiearbeit verbessert und beschleunigt.

  1. Planung/Up-dating von Strategien
  2. Umsetzung von Strategien
  3. Puls-Check ─ Bewertung des Standes in der Umsetzung von Strategien
  4. Schwierigkeiten und Chancen in der Umsetzung der jetzigen Strategie und das
    Herausarbeiten von grundlegenden Erwartungen.

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Wie kann man Anzeichen von grundlegenden Veränderungen herausfiltern? Wie kann man die Mitarbeiterbeteiligung an strategischen Entscheidungen sichern und gleichzeitig für Transparenz und Akzeptanz sorgen?

Werden die strategischen Hauptstränge akzeptiert und nachvollzogen? Wie und wo findet man in der Organisation Schmerzstellen, woraus schöpft man neue Potentiale, wo gibt es Bereitschaft für Veränderungen? Werden die für richtig empfundenen Themen ausreichend umgesetzt? Wo gibt es Hürden, die es zu beseitigen gilt? Werden Chancen sichtbar, die man unmittelbar aufgreifen kann?

Der Kern einer erfolgreich umgesetzten Strategie bedeutet, diese leicht verständlich zu gestalten und gut zu kommunizieren. Dabei ist die Gegenseitigkeit besonders wichtig. Einerseits muss die Botschaft ansprechend und verständlich kommuniziert werden, andererseits ist die Unternehmensführung auf Feedback angewiesen, um zeitnah und ressourceneffizient korrigierende Maßnahmen beschließen zu können.

Wie gut ist die Strategiebotschaft bei den Mitarbeitern angekommen und herrscht Aufbruchsstimmung? In welcher Phase der Aktivität befinden sich die verschiedenen Einheiten?

Mit Hilfe eines inhalteliefernden Mitarbeiter-Feedbacks kann man nachvollziehen, wie gut die Strategie im Unternehmen umgesetzt worden ist. Die Unternehmensführung erhält Informationen, auf welche Themen man sich konzentrieren sollte, welche zurzeit weniger wichtig sind und wo es Hindernisse oder besondere Chancen gibt..

Und wie kann man eine Strategie auf ein sich dynamisch veränderndes Umfeld schnellstmöglich adaptieren?

Das vorausschauende Erkennen von disruptiven Elementen erhöht die Flexibilität. Eine klug agierende Unternehmensführung bringt die ganze Organisation und die wichtigsten Stakeholder-Gruppen proaktiv dazu, in die Zukunft zu blicken – mit ihren Risiken und Herausforderungen, aber vor allem mit ihren Chancen und Möglichkeiten.

Fountain Park ist für Führungskräfte der Kooperationspartner, der für Sie Stakeholder-Beteiligung in Reinform umsetzt. Wir stehen mit unserer Dienstleistung der partizipativen Strategiedialoge für die Erneuerung, das Wachstum und die Entwicklung von Unternehmen und des öffentlichen Sektors.

Roland Steenblock

Roland leitet die deutsche Fountain Park Executive Consulting und ist mit seiner Erfahrung in Unternehmensführung und operativen Bereichen als kompetenter Beratungspartner für den deutschsprachigen Markt verantwortlich.

„Als Unternehmer glaube ich daran, dass die Zukunft exzellenter Leadership durch einen kontinuierlichen Dialog mit allen Stakeholdern und deren aktiver Einbindung geprägt sein wird.“

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